Freiwillige Feuerwehr Ebendörfel-Rascha

Die FFW Ebendörfel-Rascha bei ihren Einsätzen und Übungen.


Die Artikel der Jahre —   2007  —   2008  —   2009  —   2010  —   2011  —   2012  —   2013  —   2014  —   2015  —   sind in der Chronik zu finden.



April 2016

 

In jedem Jahr wird zum ersten Außendienst eine Kontrolle der Hydranten in den jeweiligen Ortschaften vorgenommen. Auch wenn sich neuerdings die Wasserwirtschaft wieder um den ordnungsgemäßen Zustand der Hydranten kümmert, machen wir doch unseren Rundgang, damit auch jeder Kamerad sich der entsprechenden Wasserentnahmestelle sicher sein kann.
 


Nach der Umgestaltung der Außenanlagen in den vergangenen Jahren gestalten die Kameraden der Feuerwehr kleine Zusammenkünfte mit der übrigen Dorfbevölkerung. Diese Treffen werden gern angenommen, kann man sich doch bei einem Glas Bier austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Das bekommt der dörflichen Gemeinschaft sehr gut, gibt es doch seit vielen Jahren keine Gaststätte mehr im Dorf. Dazu lernt man die heranwachsende Generation kennen, auch in der Hoffnug auf Nachwuchs bei der Feuerwehr.

 


Mai 2016

Endlich gibt es wieder was zu spritzen. Die trockenen Monate mit Innendiest sind vorüber. So wichtig die Theorie auch ist, des Feuerwehrmannes Lust ist der Umgang mit der Technik.
So sehen wir uns in jedem Jahr auch die offenen Wasserentnahmestellen an. Der Zugang wird geprüft. Sind Schlüssel notwendig, und die richtigen vorhanden? Ist der Zuweg noch geeignet für die Fahrzeuge? Lassen sich die Saugschläuche problemlos zu Wasser bringen? Ist der Wasserstand hoch genug?


 


Die Spree quält sich in einem engen Tal durch Großpostwitz. Die erste wendische Siedlung südlich der Spree wie auch die nachfolgende Besiedlung um die Kirche sind hoch genug angelegt. In den letzten Jahrhunderten wurde die Spree durch den Bau von Wehren, Mühlen, Brücken und Straßen eingeengt. Dazu erfolgte die Grundstücksbebauung entlang der Straße im Überschwemmungsgebiet. Es wurden Deiche angelegt. Bei einem kräftigen Hochwasser aber reichen diese Vorkehrungen nicht aus. Das Wasser der Spree sucht sich seinen Weg auch durch die Häuser.

Zur Erhöhung eines Deiches wurde von der Gemeinde ein Hochwasserschutzsystem erworben, welches im vorigen Jahr probeweise und in diesem Jahr vor Ort zu einer gemeinsamen Übung aller Ortswehren aufgebaut wurde.


Text wird fortgesetzt


 


Juni 2016

Neben dem Löschen von Feuer ist auch immer wieder die technische Hilfeleistung ein Thema in unserer Ausbildung. Vor allem an unser vielbefahrenen Fernstraße ist auch mit Unfällen zu rechnen, zu denen wir gerufen werden. In diesem Jahr wurde uns von der Firma Berger freundlicherweise ein T5 zur Verfügung gestellt. An diesem doch größeren Fahrzeug als in den vergangenen Jahren konnten wir in Ruhe alles durchsprechen und austesten, was wir uns bereits angeeignet haben und neue Erfahrungen sammeln.
Mit Spreizer und Schere ging es dem Fahrzeug ans Blech. Die richtigen Stellen zum Ansetzen der Werkzeuge wurden durchgesprochen und die Kameraden konnten abwechselnd die Handgriffe üben.


 


September 2016

Eine schöne Tradition der Großpostwitzer Gesamtwehr ist seit Jahren eine jährliche Ausfahrt der Jugendfeuerwehr gemeinsam mit den Alters­kameraden. Daran konnte ich erstmals teilnehmen. In einem voll besetzten Bus der Firma Siegfried Wilhelm, Ehrenmitglied der FFw Ebendörfel-Rascha, fuhren wir in Richtung Chemnitz. Unser Ziel war die Feuerwehrfahrzeugfabrik Ziegler in Mühlau.
Der ganze Tag war gut durchorganisiert. Unterwegs auf der Autobahn gab es ein kleines Frühstück mit selbst gebackenem Kuchen der Feuerwehrfrauen.


Am Tor zur Firma Ziegler wurden wir bereits erwartet. Wir bekamen einen Überblick über die gesamte Firma, deren Werk in Mühlau sich vor allem mit der Montage von Feuerwehrfahrzeugen beschäftigt. Nach den Anforderungen der Kunden werden hier Einzelstücke gefertigt. Das geschieht ähnlich dem Fensterbau mit kombinierbaren Profilen, in die bestimmte Einbauten wie Tanks integriert werden. Zum Schluss erhält jedes Fahrzeug seine individuelle Verkleidung. Als Chassis können verschiedene Fahrgestelle bekannter Autobauer verwendet werden.
In der Produktion war selbstverständlich Fotografierverbot, aber fertige Modelle standen auf dem Hof. Beladen wurde gerade ein Containerfahrzeug mit Hubbühne, die neueste Ausrüstungsvariante. Die Container werden hier nach dem gleichen Prinzip in unterschiedlichen Größen gefertigt. Kompakt verstaut sind alle Hilfsmittel, die für einen besonderen Zweck benötigt werden.

Für Jung und Alt gab es hier viele neue Eindrücke, Wissenswertes über Fahrzeuge und Ausrüstungen. Wir konnten zuschauen, wie ein solches Fahrzeug aufgebaut wird und welche Möglichkeiten der Ausstattung es gibt. Es war ein vielfältiges Programm für einen Vormittag.
Vielen Dank der Firma Ziegler für die Einsichten in ihre Arbeit und die gelungene Führung.

Gegen Mittag gab es in einem nahe gelegenen Gartenrestaurant für jeden ein Schnitzel. Dann fuhren wir zurück nach Cosul, wo auf uns bereis eine Überraschung wartete. Es gab zum Abschluss Kaffee und Kuchen und wer wollte konnte eine Bratwurst essen.
Ein gelungener Tag, eine interessante Ausfahrt. Herzlichen Dank an die Organisatoren.

 


Einsätze und Übungen 2016 in der Zusammenfassung

Im Jahr 2016 wurden wir zu folgenden Hilfeleistungen alarmiert.

 

  29.02.2016 — Verkehrsunfall  B96 — Eulowitz
  03.05.2016 — Person in Notlage, Türöffnung — Großpostwitz
  01.10.2016 — Hilfeleistung, Kühe auf Straße — Mehltheuer

 

Es wurde 1 Einsatzübung durchgeführt.

 

  20.10.2016 — Brand Gebäude Oberlausitzer Straße — Großpostwitz

 


Mai 2017

Im Mai fanden sich die Großpostwitzer Wehren zu einer Gesamtübung zusammen.

Bevor es zur technischen Ausbildung kam, wurden zwei langjährig verdienstvolle Kameraden geehrt.


Der frühere Raschaer Ortswehrleiter Eberhard Karraß, der die Feuerwehr Rascha viele Jahre geführt hat und nach dem Zusammengang mit der Ebendörfler Feuerwehr einer der Stellvertreter war, hat sein Amt an die jüngere Generation weiter gegeben. Ebenso unser Gemeindewehrleiter Kamerad Schulze, Achim, der über Jahrzehnte die Geschicke der Wehren in der Gemeinde Großpostwitz in Händen hielt. Für ihn war in den vergangenen Jahren schwer Ersatz zu finden, sind doch die Aufgaben eines Gemeindewehrleiters vielfältig, anspruchsvoll und verlangen einen großen zusätzlichen Zeitaufwand.


Um die Neuanschaffung eines Lüfters und dessen Bedienung und Einsatzmöglichkeiten ging es an einer Station der Ausbildung, an einer anderen um die gegenseitige Hilfe beim Anlegen der Atemschutzmaske und des Pressluftatmers.


An der Cosuler Station wurde der Umgang mit der Kettensäge geübt, vorangegangen war eine ausführliche Einleitung mit Hinweisen zum Arbeitsschutz, ebenso galt das für die Arbeit mit dem Winkelschleifer.

 


September 2017

Die diesjährige Ausfahrt der Jugendfeuerwehr,an der auch die Altersmitglieder der Wehr teilnehmen dürfen, führte uns zur einem Stützpunkt der Berufsfeuerwehr in die Landeshauptstadt Dresden. Die Kameraden zeigten uns ihr neues Domizil, erklärten uns den Tagesablauf und stellten uns ihren Fuhrpark vor.


In dieser Feuerwache war alles auf dem neuesten Stand. Getrennte Umkleideräume für privat und für die Diensuniformen, Sport- und Trainingsräume, um sich für den Berufsalltag fit zu halten, Aufenthaltsräume für einsatzschwache Stunden und Ruheräume.
Es war kurz vor dem Mittag, da war in der Küche schon recht geschäftiges Treiben, die Mannschaft versorgt sich selbst.
Vier Schichten sind für die Aufrechterhaltung einer 24-Stunden-Bereitschaft notwendig. In jeder Schicht sind hier 36 Feuerwehrleute einsatzbereit.



Bei der Führung durch die Halle interessierte uns natürlich die neueste Feuerwehrtechnik, die hier im Einsatz ist und die Jugend war von der Drehleiter begeistert.


Als wir mit dem Rundgang fertig waren kam der neue Kran von einem Einsatz am Vormittag zurück, jetzt konnten wir das Gefährt noch bestaunen, bevor es Mittag gab.


Dann plötzlich ein Heulen der Sirene, ein Einsatz wird gefahren. Hier ist es üblich, dass drei Einsatzfahrzeuge ausrücken, das Vorausfahrzeug mit der Einsatzleitung, ein Löschfahrzeug und die Leiter. Man muss alle möglichen Situationen einkalkulieren und braucht auch genügend Einsatzkräfte vor Ort.


Am Nachmittag machten wir eine Stadtrundfahrt mit einer echten Dresdnerin durch unsere Landeshauptstadt. Sie zeigte uns die Schönheiten der Stadt, erklärte uns mache Zusammenhänge und Hintergründe zu Stadtgeschichte, Architektur und Museen und zu den Schlössern am Elbhang.


Zum Abschluss des Tages wurde in Ebendörfel noch eine Wurst gegrillt und über längst vergangene Zeiten philosophiert. Es war wieder ein schöner Tag, den wir gemeinsam verbringen konnten und der uns Einblicke verschaffte, die sonst nicht möglich gewesen wären.


letzte Aktualisierung: 31. Dezember 2017