Heimatbild

 

Wanderungen um Drohmberg und Schmoritz

Den folgenden Text hat mir Dietmar Eichhorn freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Er ist 1951 in Rascha geboren und am Drohmberg aufgewachsen. Seit den 70er Jahren ist er Wegewart im Oberland. Seiner alten Heimat, dem Drohmberg, ist er sehr verbunden.
Erstellt hat er den Text ursprünglich 2005. Veröffentlicht wurde dieser in Auszügen 2009 in der SZ, 2016 im Gemeindeblatt Großpostwitz + Obergurig (jeweils 3 Teile: „Heimische Landschaft -etwas Kostbares um uns herum“ sowie im Oberlausitzer Hausbuch2017 (Lusatia Verlag). Zur Geschichte unseres berühmten Gasthofes „Zum Drohmberg“ in Rascha hat er recherchiert und hielt dazu Vorträge 2016 in der Pizzeria und 2018 in Großpostwitz (Kirchgemeindehaus).

Wanderwegeübersicht auf Drohmberg und Schmoritz             Foto: Dietmar Eichhorn

Der Drohmberg

Blick über Großpostwitz zum Drohmberg (AK von 1936)            

Landschaftliche Einbettung

Ist uns Großpostwitzern eigentlich immer bewusst, welch tolle Lage unser Ort aufzuweisen hat? Eine Vielzahl von großartigen Ansichtskarten aus den vergangenen Jahrzehnten spricht da eine eindeutige Sprache.
Die Schönheit und Vielgestaltigkeit der heimischen Oberlausitzer Landschaft wird gerade hier an einer natürlichen Nahtstelle besonders deutlich:
Im Süden das mittelgebirgsartige Lausitzer Bergland, im Norden Hügelland und danach die Heide. Und da fließt unsere Spree! Sie kommt vom Kottmar, verabschiedet sich bereits in Sohland von der Fließrichtung West und strömt nun nördlich weiter. Tief hat sie sich in das kristalline Gestein eingeschnitten. Hinter Singwitz tritt sie zwischen zwei Bergketten heraus, um nun das fruchtbare hügelige Gefilde um Bautzen zu durchqueren. Sie wird aber noch von so manchem Engtal begleitet, das sie sich selbst geschaffen hat. Eindrucksvoll erlebt der Wanderer das, wenn er im Spreetal unterwegs ist und dabei ab Obergurig dem Wanderweg mit dem „roter Strich“ folgt, der vorbei an der Doberschauer Schanze bis nach Bautzen führt.
Wie ein Pfeiler, der sich 200 m hoch erhebt, wirkt der Drohmberg am Ostrande dieses sich öffnenden Tales der Spree, die nun die Berge verlässt.

Von Rascha auf die Pielitzhöhe

Von der klassischen Oberlausitzwanderung der Bautzener wurde schon früher geschwärmt:

Frühere Gaststätte "Zum Drohmberg" in Rascha           

Bis zum berühmten Gasthof "Zum Drohmberg" fuhr man mit dem Bus und wanderte dann, dem grünen Punkt als Markierungszeichen folgend, los. Steil geht es ein kurzes Stück bergan. Wenn wir uns umdrehen, eröffnet sich ein prachtvoller Ausblick. Die Feuernelken am Hang links, die uns schon zu Kinder­zeiten erfreuten, stehen immer noch. An der Wege­trennung oben am Westhang des Raschaer Hausberges veranstalteten wir früher unser Hexenbrennen. Im weiten Umkreis sah man die Hexenfeuer in Großpostwitz, Berge, Lehn, Mönchswalde, Blumental und anderen Orten leuchten. Was für ein großartiges Schauspiel war das. Das Holz hatten wir als Raschaer Kinder und Jungendliche Wochen zuvor im Wald des Drohmberges gesammelt. Irgendjemand legte auch immer Autoreifen unter den Hexenhaufen. Die Feuerwehr hielt Nachtwache.

Wegweiser zur Tour, in Rascha an B96 beginnt derWanderweg      
Feuernelken      

Jetzt steht hier die Hundebank als Anlaufpunkt für die jenigen, die hier so oft wie möglich ihre treuen Gefährten ausführen und somit einen Spaziergang in schönster Umgebung verbinden. Die Bank wurde 2003 aufgestellt. Was für ein Blick, wenn wir uns umdrehen!

Blick zum Mönchswalder Berg            
Blick zurück über Rascha zum Kleinen Picho           

Großpostwitzer evangelische Kirche, ein seltener Sonderfall, der Turm steht im Osten.

Nun halten wir uns rechts und sogleich wird uns klar, weshalb es sich hier um den Panoramaweg des Drohmberges handelt. Bald geht es ein Stück durch den Wald, der hier 2019/20 allerdings einen Kahlschlag erlebte. Übermäßig trockene Sommer 2018 und 2019, nachfolgend schwere Stürme und dann halt massenweise der Borkenkäfer führten zur Abholzung, vor allem der Fichten.
Von 1905-1910 gab es schon einmal erhebliche Waldverluste, damals war es eine Nonnenplage in weiten Teilen der Oberlausitz. Um 1830 erschien der Berg auch recht kahl, denn er wurde als Hutung genutzt.
Die alte Hainitzer Flur haben wir nun rechter Hand erreicht, Raschaer Flur begleitet uns links.
Wenn wir aus diesem Rodungsgebiet wieder heraustreten, sind zwei Bänke aufgestellt.
An den Hängen des sagenumwobenen Berges entlang gibt es nämlich erstklassige Panorama-Ausblicke. Hier an der ersten Bank zum Beispiel: Hinunter nach Großpostwitz mit seinem schönen Wahrzeichen. Es ist die evangelische Kirche mit einem 60 Meter hohen Turm in vollendet schlanker Gestalt.

Rechts des Weges schweift der Blick hinüber zum Mönchswalder Berg (mit Turm und Gasthaus seit 1885).


Crostauer Kirche
mit der Silbermannorgel

Im Süden zeigen sich die Kälbersteine, an deren Fuß Crostau liegt. Dieser Ort (wiederum selbst mit der tollen Aussicht nach Norden auf unseren Drohmberg) birgt in seiner Kirche die einzige Silbermannorgel der Oberlausitz.

Gottfried Silbermann (1683-1753) baute 48 Orgeln. Die größten hatten Freiberg (Dom), Dresden (Hofkirche und Frauenkirche) sowie Zittau. Diese wurde 1757 Opfer des 7-jährigen Krieges, nachdem sie erst 1738 fertig war.
Auf solch wertvollen Orgeln kamen vor allem J.S.Bachs Werke zu schönstem Klange.
Reichsgraf Christian Heinrich v. Watzdorf ließ 1732 für 1700 Taler die Orgel in Crostau bauen. Der Entwurf stammte von George Bähr. Watzdorf war Kammerherr und Freund August des Starken, fiel aber bei dessen Sohn in Ungnade. Er wurde enteignet, musste auf die Festung Königstein und starb dort 1747.

1795 kam es zu 2 Einbrüchen. 27 ihrer größten Pfeifen aus engl. Zinn wurden geraubt, weil man meinte, sie wären wegen des schönen hellen Klanges aus Silber. Notpfeifen aus Holz kamen für Jahrzehnte hinein. Der Kirchenvater verkaufte heimlich für die Neubeschaffung einige kupferne Särge aus der Gruft. Er kam in Untersuchungshaft und erhängte sich. 1868 erfolgte der Abriss der alten feuchten Kirche. Der Neubau ist von 1869. Die Orgel war freilich zwischenzeitlich ausgelagert.


Die Berge Pirsken und Botzen am mittlerer hinteren Horizont auf böhmischer Seite.           

Außerdem grüßt im Süden weiter hinten Schirgiswalde, die Perle der Oberlausitz mit dem doppeltürmigen katholischen Gotteshause und am südlichen Horizont gar der Botzen/Partyzynsky vrch bei Schluckenau im böhmischen Niederlande (Nordböhmen, CZ). Er war mal 538 m hoch. Leider wird er bald völlig abgetragen sein, denn sein Basalt ist ein begehrter Baustoff (Splitt und Schotter in verschiedenen Korngößen). Die Sage warnt: Wenn der Botzen verschwindet, beginnen im Schluckenauer Gebiet schwere Zeiten. Gleich daneben links erkennen wir den Pirsken/Hrazeny mit 610 m in angedeuteter Tafelbergform.

Blick auf Großpostwitz            

Ein Bild aus Kindertagen, als man vor dem Sonneberg noch den Zug nach Cunewalde oder Wilthen fahren sah, habe ich noch lebhaft vor Augen. Der Verwuchs müsste allerdings dringend reduziert werden, um dem Weg seine alte Pracht wiederzugeben.

Blick vom Panoramaweg zum Mönchwalder Berg            

Wir aber wandern jetzt die ganze Zeit auf festem Untergrund aus kristallinem Altgestein.
Rechts kommt ein Wirtschaftsweg von Althainitz herauf und links zweigt ein Weg bald schräg nach oben ab. Unser grüner Punkt führt uns aber geradeaus weiter. Ehe ein zweiter Wirtschaftsweg, von Althainitz kommend, rechts einmündet, haben wir die alte Flur von Rascha verlassen und befinden uns auf Ebendörfler Flur. Diese reicht bis über den Gipfel des Drohmberges und rechts bis an das Kunitzer Wasser hinunter. Wenn wir aus dem Wald heraustreten, ist bald Kleinkunitz in Sicht. Links oben am Waldrand steht das Försterhaus.
Der kleine Bauernweiler hatte nie mehr als 4 Häuser. Erst 1550 wurde er als Bautzener Ratsdorf erwähnt. Der zentrale Platz des kleinen Ortes ist die Raststelle am Teich. Der Siebenhügelweg kommt von Bautzen hier herein und führt zum Bieleboh weiter.

Haus Nr. 2 ist als Umgebindehaus denkmalgeschützt

Einst gab es den Wiesenpfad am Kunitzer Wassers, der uns nach Großkunitz weiter führte. Heute nimmt man halt den kleinen Umweg über Cosul. Sobald wir Großkunitz erreichen, biegt der Wanderweg hinter den Birken auch schon wieder nach rechts in den Hohlweg ein. Großkunitz liegt in der Quellmulde des Kunitzer Wassers und ist wohl ein Ausbau des Rittergutes Pielitz. Beide Orte gehören heute zur Großgemeinde Kubschütz.
Die Häuser Nr. 10 (Zweiseithof, am Wegesrand unseres Wanderweges gelber Punkt) und dahinter Nr. 12 mit schönem Umgebinde stehen unter Denkmalschutz.
Wenn wir weiter ansteigen bis zum zweiten und letzten Haus, das oben vor dem Waldrand steht, befinden wir uns in einer sehr idyllischen Lage. Man hat hier einen großartigen Blick zurück auf Drohmberg und Schmoritz. Weiter geht es durch den Wald zur Pielitzhöhe an der Schönberger Passstraße. Hier nimmt unser Wanderweg vorher noch den gelben Strich, der von der Roten Schenke kommt, auf. An der Straße ist die Verbindung zum Hauptwanderweg mit dem blauen Punkt, einst Nördlicher Kammweg genannt, gegeben. Dieser würde uns zum Czorneboh führen. Wir nehmen ihn aber in der Gegenrichtung nach rechts über Cosul. Ehe wir den Ort erreichen eröffnet sich nach dem Verlassen des Waldes ein toller Blick auf den Sattel des Drohmberges und der Schmoritz. Hinter Cosul folgen das schöne Cosuler Tal und Althainitz.

Blick von Süden auf den Drohmberg            

neu gestalteter Anger in Althainitz
                                   

Hier können wir noch vor Erreichen der B96 rechts einbiegen, um östlich von Lutherschule und Raschaer Siedlung, vorbei an der ehemaligen Sandgrube, nach Racha zurückzukehren.

 

Strecke/Tour: 10,5 km

 


 

Von Ebendörfel über den Drohmberg und die Schmoritz zur Roten Schenke

 

Ebendörfel - Kriegerdenkmal - Drohmberg - Echo - Schmoritz - Rote Schenke    =4 km


In Ebendörfel beginnt der Wanderweg beim Abzweig Denkmalstraße von der B96 (Bautzener Straße).

Früher verfügte der Ortsteil noch über 2 Gaststätten: Elle sowie den Gemischtwarenladen mit Gaststätte Kind (früher Hantusch). Heute müssen wir in unserem Rucksack Proviant mitführen, denn erst in der Roten Schenke können wir zur Rast einkehren (außer Mo. + Die.).

Gasthof Elle, ursprünglich Schuster            
Umgebindehaus von 1846 mit Gaststätte und Laden ehemals Kind

Der Drohmberg allerdings hatte niemals eine Berggaststätte. 1884 entschied sich nämlich der Bautzener Gebirgsverein nach reiflichem Überlegen diesbezüglich für den Mönchswalder Berg (wir sagten immer „der Mönchser“), denn dieser verfügte über eine gute Eisenbahnanbindung mit 4 Stationen. Auch der legendäre Gastwirt Gerhard Köhler überlegte 1931, als er von Wehrsdorf nach Rascha kam, ob er oben auf dem Drohmberge ein Gasthaus baut oder lieber am Fuße das bestehende übernimmt. Wie er mir einst versicherte, war seine Entscheidung für den Gasthof „Zum Drohmberg“ unten im Ort Rascha die richtige. Viel mehr Zuspruch, und zwar ganzjährig, aufgrund der Lage an der Fernverkehrsstraße 96 von Zittau nach Saßnitz, war damit verbunden.

Geburtshaus M. Rostock 

Wenn wir nun die Denkmalstraße hinaufgehen, kommen wir am Geburtshaus des Forschers Michał Rostok (1821–1893) vorbei. Das Haus entstand um 1800.


 

Am Kriegerdenkmal von Ebendörfel für die Gefallenen im 1.Weltkrieg kommen wir an. Gleich daneben fand früher das Hexenbrennen statt (Walpurgis). Ein toller Ausblick ergibt sich besonders nach Norden, auf die nahe Oberlausitzer Hauptstadt Bautzen, die bis 1868 offiziell Budissin hieß. Der Blick reicht weiter nach Norden bis in das Heideland mit den großen Kiefernwäldern.
Die Ortsflur von Ebendörfel reicht bis über den Gipfel des Drohmberges, ja sogar bis zum Kunitzer Wasser hinunter, wobei der Ort von 1400 - 1842 im Besitz des Bautzner Domstiftes war.

Ebendörfel vom Denkmal aus gesehen

Wir betreten den Wald und wandern leicht bergan, später biegen wir rechts ab, nun wird es etwas steiler und wir gehen an der alten Flurgrenze zu Binnewitz entlang. Überall hat der Fichtenwald schwer gelitten in den trockenen und heißen Jahren 2018 und 2019. Somit konnte sich der Borkenkäfer stark ausbreiten. Stürme taten ihr übriges und somit kam es 2020 zur Vernichtung der Fichtenbestände in großem Maße.


Wenn wir die Gipfelregion erreichen, stehen Grenzsteine zu Binnewitz am linken Wegesrand. Wir erreichen dann die Silvesterbahn, die von rechts einmündet und danach fällt unser Weg nach Osten ab. Noch vor dem Waldrand erreichen wir die alte Kleinkunitzer Flur. Am Waldrand gibt es neben dem schönen Ausblick nach Südosten zum Hromadnik-Czorneboh-Massiv auch das Echo.

Am Echo mit Blick auf den Czorneboh

Der alte Kirchsteig über die „Almwiese“ am Sattel zwischen Drohmberg und Schmoritz soll heute weniger genommen werden (Wunsch des Landbesitzers), deshalb gehen wir links am Waldrand (gelber Punkt) weiter. Unten treffen wir auf den Siebenhügelweg (grüner Strich), der von Bautzen zum Bieleboh führt. Ein Stück gemeinsam führen uns nun die beiden Farb­markierungen, wobei wir uns rechts halten.

Nun haben wir den Abzweig zur Schmoritz erreicht und unser gelber Punkt biegt nach links ab, in den Wald hinein. Damit sind wir auf der alten Flur von Mehlteuer. Wir halten uns wieder leicht links und auf fast schnurgeradem Wege, dabei leicht ansteigend, erreichen wir den Gipfel der Schmoritz mit 412 m. Der sorbische Bergname lautet Šmor.
Die Stadt Budissin kaufte den holzreichen Berg zusammen mit Mehlteuer 1584. Auf dem Berg gibt es eine mittelalterliche Wehranlage und interessante Steinhügel.

Der Gipfel der Schmoritz 

Die eigentliche Gipfelregion (Südseite) war eine sogenannte Höhenburg, d.h. seit ca. 1160 bis kaum länger als 1225 eine Wohnstätte (R.Spehr) wohl zur Sicherung alter Handelswege von Budissin nach Cunewalde und darüber hinaus.

Die erweiterte Gipfelregion der Schmoritz erstreckt sich über fast einen Kilometer nach Südosten bis zum Schafberg (380 m).
Den Schafberg erblicken wir rechts, wenn wir aus dem Schmoritzwald heraustreten. Der Berg war die Hutung vom Rittergut Pielitz, welches in Großkunitz eine Schäferei besaß.

Die Rote Schenke               Fotos: Dietmar Eichhorn

Links unten aber steht die Rote Schenke, die wir wie im Märchenland „hinter den 7 Bergen“ erreichen, wenn es auch nur 3 Berge waren, die wir zu nehmen hatten.

Mordstein an der Roten Schenke
            Fotos: Dietmar Eichhorn

Hier kommt der alte Gerichts- und Marktweg von Bautzen, der über den Schönberger Pass nach Cunewalde führte und von dort weiter nach Zittau. An diesem einst vielbegangenen Weg wurde 1809 ein Wirtshaus erbaut, die Schafschenke. Heute verläuft hier der Wanderweg mit dem gelben Strich.
1859 kam der Name Rote Schenke auf, vielleicht wegen des Blutstromes bei den Kämpfen des Usurpators Napoleon gegen die Russen, die während der Befreiungskriege den Preußen beistanden, 1813 am Pass von Mehlteuer nach Pielitz. Da kamen die Verwundeten hier her.
Es steht aber auch ein Mordstein nebenan, der auf einen Müller Rothe von der einstigen Schafbergmühle hinweist, der am 22.1.1859 hier 2 vorüberkommende Cunewalder ermordete. Er war hoch verschuldet und nahm sich Tage später das Leben.


In jedem Fall aber hat man hier einen tollen Blick zu der Bergkette Czorneboh, Sornßiger Berg, sowie in das Rachlauer Tal. Dahinter grüßen Hochkirch, Wohlaer Berg, die Königshainer Berge und die Landeskrone.
Seit 1919 ist das Gasthaus in Familienbesitz. Karl Schramm, der Vater der jetzigen Wirtin, besaß es und seine Frau Frieda (1920-2011) schenkte aus und bediente. Bei ihr kehrten wir als Kinder bei Wanderungen oft ein (siehe Artikel „Zum Czorneboh“).

Den Rückweg könnten wir auch über Mehlteuer antreten (gelber Strich) und dort links in den Wald abbiegen. Wenn wir aus diesem wieder herauskommen, nehmen wir den grünen Strich nach rechts und bleiben etwa 600 m auf diesem. Dabei sind wir dann auf dem Denkmalweg, der uns gerade aus weiter nach Ebendörfel zurückführt, während der grüne Strich rechts nach Binnewitz abbiegt.

Strecke/Route: 8,5 km

 

 

Die Drohmbergrunde

Hier nun die Empfehlung zu einer weiteren Erkundung des Drohmberges von Rascha aus.

Drohmbergansicht von Süden her, rechts ein Teil der Schmoritz

 

Kurze Wanderung

Wir sprachen im ersten Teil von den Feuernelken und der schönen Aussicht am Westhang des Berges. Wer nur kurz wandern will, hält sich am ehe­maligen „Hexenhaufen“ oberhalb des Ortes, an der Hundebank, wieder rechts und nimmt den Panoramaweg mit dem grünen Punkt am Südhang des Berges.


Posteldenkmal

Den Weg verlassen wir aber hinter dem Althainitzer Abzweig und begeben uns links zum Posteldenkmal von 1846. Es ist einem verdienstvollen Budissiner Ratsbediensteten gewidmet, denn Rascha war ja ein Ratsdorf von Budissin und der Drohmberg Bussiner Stadtwald. Der größte Teil des Berges liegt aber auf der Flur von Ebendörfel, das von 1400 bis 1832 in domstiftlichem Besitz war. Der Nordostteil aber gehört zu Binnewitz und ein kleiner Streifen im Osten zu Kleinkunitz, einem Budissiner Ratsdorf.

Der verantwortliche städtische Kämmereiverwalter Johann Gottlob Postel ließ seit 1819 am Südhang Lärchen anpflanzen. Auch Hainitz (1471) und Postwitz (1507) sowie Binnewitz (der Großteil um 1510) und Mehlteuer mit der Schmoritz (1584) wurden von Budissin als Ratsdörfer erworben. Die Stadt hatte zuvor nach dem Pönfall 1547 alle ratseigenen Teile des Drohmberges verloren.


Ansicht des kahlen Drohmbergs um 1830

Da der Berg bis etwa 1840 auch als Hutung (Viehweide) genutzt wurde, gab es natürlich auch erhebliche Waldschäden.


Nun geht es links über den Mittelweg weiter. Tolle Ausblicke eröffnen sich jetzt nach den Rodungen von 2020 und 2021, die durch Stürme und Käferbefall bedingt waren. Erst 2013 entstand hier ein Ausbau als Forststraße und eine Querverbindung von der Einmündung des Steilweges bis zur Silvesterbahn, deren unteres Stück verbreitert und asphaltiert wurde.
Wenn wir auf der Silvesterbahn den Waldausgang erreichen, können wir uns auf der Bank links erst einmal vom steilen Abstieg ausruhen. Danach gehen wir nach links weiter und sehen unten in Rascha das im Januar 2020 eingestürzte Dach des einst berühmten Tanzsaales, des Gasthofes „Zum Drohmberg“, dessen gastronomisches Ende sich schon zuvor angedeutet hatte.

Der eingestürzte Saal der traditionellen Tanzgaststätte "Zum Drohmberg" in Rascha

An der „Hundebank“ verlassen wir den Panoramaweg, um wieder hinunter nach Rascha zu gelangen.

 

Lange Wanderung

Wollen wir aber etwas länger wandern, dann nehmen wir am Posteldenkmal den Weg geradeaus weiter (nicht den kleinen rechten). An dieser Stelle verlassen wir die Raschaer Flur, um auf Ebendörfel Flur zu gelangen. Es geht sanft bergan bis wir den Waldrand und damit die Flur von Kleinkunitz erreichen. An der Bank kommt links auch der Steilweg heraus.

Das Echo mit Blick auf den Czorneboh.                                    

Hier kann man etwas Besonderes ergründen: Das Echo! Richtig, am Osthang des Drohmberges gibt es ein Echo am ehemaligen alten Kirchsteig zur Schmoritz zu. Diesen benutzten die Pielitzer, wenn sie die Großpostwitzer Kirche besuchten. Das Echo zu ergründen geht man den Weg am Waldrand bis zur höchsten Stelle weiter bis die Silvesterbahn einmündet und wir nun auf den Wanderweg mit dem gelben Punkt stoßen. Deutlich kann man die Antwort hören, wenn man fragend ruft: „Was essen die Studenten?“

Der Ausblick ist einfach toll! Im Vordergrund links unten der Sattel über den der Siebenhügelweg von Bautzen über Binnewitz, Cosul und Obereulowitz zum Bieleboh (Weißer Gott) führt.

Blick zum Bieleboh über Kleinkunitz und Cosul

Dieser Berg ist rechts zu sehen. Dann das Kunitzer Tal mit den beiden Ortsteilen Kleinkunitz und Großkunitz, eingebettet zwischen der Schmoritz und der Bergkette, die von der Pielitzhöhe über den Hromadnik führt und dahinter den „Schwarzen Gott“ erreicht.


Wir gehen nun auf dem gelben Punkt die Silvesterbahn in den Wald hinein. Der Weg führt uns bergauf zum Drohmberg, ohne den Gipfel zu erreichen. Auf Binnewitzer Flur wandern wir nun und nach ca. 400 m gehen wir halb links weiter auf der Silvesterbahn. Den gelben Punkt, der halb rechts abzweigt, verlassen wir hier wieder.

Nach weiteren 150 m biegt links ein Weg zum Gipfel des Drohmberges ab, den man gleich wieder rechts verlassen muss, um zur Teufelskanzel zu gelangen.
Wir bleiben auf der Silvesterbahn. Weiter unten zweigt der Eckweg nach rechts ab, der zum Ebendörfler Kriegerdenkmal führt.
Wir aber gehen weiter gerade aus bis wir im unterem Teil den asphaltierten Wegeausbau der Silvesterbahn benutzen können.

Wenn wir aus dem Wald herauskommen, sehen wir unten den Busbetrieb Wilhelm an der B96 in Ebendörfel. Dessen Traditionen gehen mit August Wilhelm bis in das Jahr 1928 zurück. Ein paar Schritte könnten wir uns noch nach rechts bewegen, denn der Blick auf Bautzen, die alte Hauptstadt der OL, ist sehr lohnend.

Der Blick über das Denkmal oberhalb von Ebendörfel nach Bautzen            

Das 1000-jährige Bautzen mit seinen Türmen wird es oft auch „das Sächsische Nürnberg“ genannt. Das Restaurant Lubin gegenüber vom Bautzener Reichenturm und die Sage von der alten Wasserkunst bringen Bezüge zum Drohmberg, dessen sorbischer Name "Lubin" ist.
Hinter der Stadt liegt das Teich- und Heideland. Wenn der Heimatfreund da von der Ostsee über Berlin rund 500 Kilometer nach Hause fährt, ist er recht hungrig auf höhere Gefilde. Wenn dann endlich unsere vertrauten blauen Berge im Süden auftauchen, wie erhebend ist das doch immer wieder!


Eine Besonderheit von Raschas und Ebendörfels Umgebung waren übrigens 3 „farbige“ Gasthäuser:

Zur Linde Cosul             Fotos: Dietmar Eichhorn
"Zwei Linden" Oberkaina, gegenüber dem Steinbruch

Die Rote, die Blaue und die Grüne Schenke. Die Grüne Schenke (offiziell „Zur Linde“ in Cosul) hat leider nicht überlebt und ist seit ca. 2005 geschlossen, die Blaue („2 Linden“ in Oberkaina) ist seit 2007 ebenfalls zu.

Den Weg setzen wir in Richtung Süden nach Rascha fort (Panoramaweg bzw. ein Stück Großpostwitzer Rundweg). Ein Blick schweift nochmals hinüber zum Kleinen Picho (auch da wird Gestein abgebaut, Granodiorit und Lamprophyr, die Kuppe fehlt ihm schon) und zum Klosterberg bei Demitz-Thumitz.
Zur hiesigen Sagenwelt gehören die 7 wendischen Könige, der Böhmische Wenzel, die Bautzener alte Wasserkunst und die Kirschauer Körse.

Strecke/Tour: kurze Variante 2,6 km, lange Variante 4,2 km

 

 

Von Rascha nach Cosul und zum Czorneboh

2018 steht das inzwischen eingerissene Dach des Saales vom Gasthof "Zum Drohmberg" noch.

Wir gehen wieder von Rascha zum Rastplatz in Kleinkunitz (grüner Punkt) und nehmen dann die Straße nach Cosul hinauf (Teilstück des Siebenhügelweges mit dem grünen Strich).


Hier gab es das Gasthaus "Zur Linde" (Einkehrhaus Held), auch die Grüne Schenke genannt. Manche schöne Einkehr bei Klaus Schubert haben wir hier in bester Erinnerung. Leider ist das Haus längst geschlossen. Unser Weg (jetzt der Hauptwanderweg mit dem blauen Punkt von Greiz nach Görlitz bzw. der einstige Nördliche Kammweg) führt nun östlich bergan. Einst waren die Obstbaumreihen von „Silber-Lehmann“ (rechts vom Wege) bekannt. Man findet sie noch in Resten.

Steinbruch bei Cosul           Foto: Dietmar Eichhorn

Nun geht es weiter durch das alte Steinbruchgebiet zur Pielitzhöhe. Der Granodiorit aus dem Präkambrium ( Cadomischer Orogenese) wurde hier abgebaut. Er ist somit über 540 Mio. Jahre alt und ein magmatisches Tiefengestein mit feiner kristallin-körniger Struktur. Nach dem Ende des Abbaus füllten sich die tiefen Steinbrüche mit Grundwasser. Sie dienten uns in den 60er und 70er Jahren als sommerliche Badegelegenheit.


Gipfel des Hromadnik             Foto: Dietmar Eichhorn

Nach dem Überqueren der Passstraße von Schönberg nach Pielitz folgen wir dem Kammweg über den Hromadnik (514 m, auch Döhlener Berg genannt) mit seinen Gipfelklippen zum Czorneboh (561). Dabei bekommt man es wiederholt mit dem Teufel zu tun:

Teufelsfuß, Teufelswasch­becken mit Teufels­seifen­näpfchen (oder Opfer­becken) genannt und Teufels­fenster werden passiert. Als Kinder machten wir die Probe, ob der Teufel zu Hause sei: Wir warfen einen Stein in Richtung Fenster (einem Loch in der Felswand). Blieb der Stein im Fenster, war der Teufel nicht zu Hause. Ansonsten kam der Stein nämlich zurück, der Teufel war ungelegen ob der Störung.

Wie entstanden diese Aushöhlungen im festen Gestein? Wie der Drohmberg, so besteht auch der Czorneboh aus Zweiglimmergranodiorit. Neben dem dunklen und harten Feldspat und dem sehr harten aber fast klaren Quarz enthält er gleich zwei von den relativ weichen Glimmermineralen: Biotit (dunkel) und Muskovit (hell). Der Zweiglimmergranodiorit ist durch Umschmelzung der älteren Lausitzer Grauwacke entstanden, die an manchen Stellen nicht völlig aufschmolz. Wo diese herausgewittert ist, sieht man Vertiefungen. Und woraus der Granit/Granodiorit besteht, lernten wir bereits im Heimatkundeunterricht, zum Beispiel an der Lutherschule bei Frau Heine:
„Feldspat, Quarz und Glimmer – das vergess ich nimmer!“


Teufels Waschbecken mit Seifennäpfchen
Teufelsfenster

Turm auf dem Czorneboh

Der durstige und hungrige Wanderer kann in der Bergbaude seit April 2016 wieder einkehren, nachdem die Stadt Bautzen die Restaurierung beendet hat. Übrigens war es eines der ersten Berggasthäuser in der Oberlausitz, eingeweiht bereits 1852. Dabei ist festzuhalten, dass eine solche Dichte von Berggasthäusern und Aussichtstürmen wie wir sie in unserer Heimat haben kaum irgendwo sonst in der Welt erreicht wird. Das hängt nicht nur mit der dichten Besiedlung, sondern auch mit einer langen Geschichte und Tradition von Wander- und Naturvereinen und deren Aktivitäten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammen. Natürlich spricht auch das für unsere Landschaft. Dass der Ausblick vom Turm des Czornebohs zu den großartigsten in der Oberlausitz zählt und mehr als 50 km weit reichen kann, sei nur am Rande erwähnt.

Bärenzwinger in den 60ern

Unsere Salzburger Gäste waren jedenfalls begeistert, auch von der Sagenwelt, die mit dieser Tour einhergeht.
In den 60er Jahren wurden hier oben in einem Käfig Braunbären gehalten.


Gastlichkeit auf dem Czorneboh

Zurück wandern wir zunächst wieder auf dem blauen Punkt bis zur Passstraße. Hier zweigt rechts der gelbe Strich ab. Er führt uns östlich an Großkunitz vorbei zur Roten Schenke.

Gasthaus Rote Schenke

Eine Einkehr in diesem wunderschön am Waldrand gelegenen altehrwürdigen Gasthause sei unbedingt empfohlen. Als Kinder war das von Rascha aus auch im Winter mit Skiern oft unser Ziel. Gern kehrten wir bei Frieda Schramm ein und ließen uns ihre Fleischbrühe oder Bockwurst schmecken. Sie legte Wert darauf, dass sie diese nicht aus Brühwürfeln, sondern aus Rindsknochen zubereitet hat, da sie sonst zu salzig würde. Dazu gab es eine Fassbrause. Welche Farbe diese haben würde, war Gegenstand unsrer Diskussionen auf dem Hinweg.
Über die Schmoritz (Granodiorit) mit den interessanten Funden von frühen Besiedlungen führt unser Weg westwärts weiter, dem gelben Punktfolgend. Im Gipfelbereich stand im 11./12. Jh. eine „Höhenburg“ mit Wallanlage. Außerhalb gibt es viele Steinhaufen, die eventuell Abfälle einer Mühlsteingewinnung, oder Lesesteine einer möglichen landwirtschaftlichen Nutzung sind.

Am Waldausgang stoßen wir auf den Siebenhügelweg mit dem grünen Strich. Er führt hier zwischen Schmoritz und Drohmberg über einen Pass. Der alte Kirchsteig über die Wiesen ist kaum noch zu erkennen. Er wurde früher von den Pielitzern und Döhlenern benutzt, wenn sie nach Großpostwitz in die Kirche gingen.
Wir biegen am Waldrand rechts ab und folgen dem gelben Punktweiter. Am östlichen Waldecke kommt der Mehltheurer Kirchsteig von rechts hinzu. Auch die Mehltheurer gingen nach Großpostwitz zur Kirche. Wir gehen am Waldrand des Drohmberges weiter, bis wir zum Echo gelangen. Hier verlassen wir jetzt den gelben Punkt und biegen in den Steilweg ein. Weiter geht es durch den Wald hinauf. Auf der Hochfläche biegen wir nach rechts ein und nach einem kurzen Stück bergan wieder nach links, um die Gipfelregion (432 m) zu erreichen.

ehemaliger Holzturm auf dem Drohmberg

Als Kinder waren wir dabei als 1961 ein Holzturm gebaut wurde, der als trigonometrischer Punkt zur Vermessung diente. Er gab uns dann die Möglichkeit, eine viel großartigere Aussicht von unserem Heimatberg zu erleben. Und ein wenig Mut gehörte schon dazu, den freilich überhaupt nicht „TÜV-gesicherten“ Turm zu besteigen. Aber es lohnte sich.

Als ich diese umfassende Rundsicht erstmals genießen konnte, ging mir das Herz auf! Diesen Moment habe ich mein Lebtag nicht vergessen! Besonders der Blick nach Osten und Südosten bis hin zu den Bergkegeln von Lausche und Tannenberg begeisterte. Waren uns doch vorher „nur“ unsere langgezogenen abgerundeten Bergformen vertraut, die wir nach Westen und Süden hin sahen. Das verstärkte die Einsicht und Vorfreude auf Kommendes, dass nämlich unsere Oberlausitzer Heimat einschließlich der Nachbarregionen etwas ganz Besonderes ist. Nachdem wir heute die ganze Welt bereist haben, behält diese frühe Erkenntnis ihre Bestätigung. Hinter dem alten Turmstandort (noch gibt es hier das Vermessungszeichen) erreichen wir die sagenumwobenen Felsen der Teufelskanzel. Sie laden uns zur kurzen Rast ein.


Der Drohmberg

Hier war unser Spielrevier Anfang der 60 er Jahre ...

aus Bruchsteinen gesetztes Podest auf dem Drohmberg            

Ein Mauerwerk für eine Plattform ist noch zu erkennen, die wohl einst zu Aussichtszwecken diente als der Wald nach Nonnenplagen und Nutzung als Hutung stark reduziert war und langsam wieder nachwuchs.

An die Sage von den 7 wendischen Königen wird von der Gemeinde Großpostwitz durch 7 Stehlen erinnert, die 2021 aufgestellt werden. Steinmetz Markus Herold aus Ebendörfel hatte sich um die Mittel für das Projekt beworben.

Bei der Christianisierung durch deutsche Siedler aus dem Westen wurde von Meißen aus nach 968 die ansässige slawische Bevölkerung, die vor allem das Gefilde besiedelt hatte, bekehrt (Milzener, Wenden/Sorben). Das ist belegt. Allerdings nicht, dass die wendischen Könige auf dem Drohmberg zur Beratung zusammen kamen, wie sie der deutschen Invasion Herr werden könnten. Dass sie gewisser­maßen auch eine Zeit lang hier thronten. Damit verbunden ist die Namensdeutung für die alte Schreibweise Thronberg. Eine mysteriöse Entscheidungsschlacht ist geschichtlich allerdings auch nicht nachweisbar. Besonders anderenorts ging es diesbezüglich allerdings nicht zimperlich zu. Der Sage nach ruhen hier die gefallenen 7 wendischen Könige, die mit ihren Leuten gegen die anrückende Übermacht keine Chance hatten. Ihre goldenen Kronen sollen als Schatz unter der Teufelskanzel vergraben sein.

die Teufelskanzel auf dem Drohmberg            

Ein Pfad nach Süden führt uns wieder zum Steilweg, den wir rechts nach Westen hinunter gehen. Durch die Rodungen von 2020/2021 ergeben sich hier tolle Aussichten nach Süden und Westen. Nachdem wir weiter unten den Mittelweg gekreuzt haben, der zur Forststraße ausgebaut ist, kommen wir bald aus dem Wald heraus. Wenn wir als Kinder diese Abfahrten mit den Skiern geschafft hatten, waren wir jedes Mal ganz stolz.

die Reste des Hexenhäusels            

Heute ist vieles verwachsen und die einst tolle Aussicht nach Westen ist leider verloren gegangen. Man hat vor allem Birken einfach weiter nach unten wachsen lassen. Als Kinder haben wir rechts am Waldrand unsere Buden gebaut, sowie „Räuber und Gendarm“ gespielt.

Da stand etwas unterhalb noch das Hexenhäusel in den 50er Jahren bis Mitte der 60er des vorigen Jahrhunderts mit wunderschönem Blick nach Obergurig und auf die Mönchswalder Bergkette. Es brannte aber ab und ein zweiter Ausbauversuch wurde wieder aufgegeben. Das Fundament und der Keller sind noch zu erkennen. Hier oben bis in 345 m Höhe waren noch in den 70ern Wiesen und kleine Felder gut gepflegt. Der Damm neben dem Hexenhäusel diente uns als Minisprungschanze im Winter.

Rascha mit Drohmberg von Westen gesehen            

Wir gehen also bergab weiter nach Westen und stoßen auf den Panoramaweg, den wir ein kurzes Stück nach links nehmen, dann aber bald nach rechts verlassen. Mit dem Genuss von wunderschönen Bergaussichten gelangen wir wieder nach Rascha hinunter.

Strecke/Tour: 14,5 km