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Drohmberg

Der Drohmberg ist dem Höhenzug des Czornebohs etwas nach Nordwesten vorgelagert und bildet mit dem Schmoritz und dem Mehltheuer Berg eine gewisse Vorhut. Der Drohmberg liegt der Stadt am nächsten und kann daher schon als der Bautzener Hausberg bezeichnet werden. Er erreicht eine Höhe von 432 m.

Oberhalb Ebendörfel am Fuße des Berges liegt ein Kriegerdenkmal auf 290 m Höhe. Es ist Ausgangspunkt schöner Wanderungen. Um den Berg führt ein Ringweg, der zu beschaulichen Spaziergängen einlädt.

Vom Denkmal aus hat man eine weite Sicht. Direkt zu Füßen liegt die Stadt Bautzen. Am Horizont nach Norden sind die Kraftwerke Boxberg und bei guter Sicht auch Schwarze Pumpe zu erkennen. Im Westen sieht man in weiter Ferne die Westlausitzer Höhen. Nach Süden hat man die langgestreckte Bergkette mit dem Mönchswalder Berg(449), der Teufelskanzel(463), dem Kleinen Picho(456) und dem Tschelentsy(367)im Blick.

Auf dem Rundweg ein paar hundert Meter in Richtung Süden, hat man oberhalb von Rascha einen Einblick in die Schneise, die sich die Spree von Süden her kommend durch die Granitriegel gefressen hat. Vor uns liegt Großpostwitz im Spreetal. Darüber der Ort Berge direkt vor dem Mönchswalder Berg(449) mit seinem Turm. Weiter im Süden der doppelte Kirchturm der katholischen Kirche in Schirgiswalde und am fernen Horizont schon böhmisches Gebiet. Weiter nach Osten hat man einen Blick über die Kälbersteine(485) und den Pickaer Berg, dem westlichen Ausläufer des Bielebohzuges, mit dem davor liegenden Ort Crostau.

Geht man durch die Waldzunge hindurch schaut man wieder auf Großpostwitz. Jetzt öffnet sich der Blick besser auf die Kerbe ,die deutlich zwischen den Bergzügen liegt. In diesem Gebiet hat die Spree viel Arbeit geleistet. Sie hat im Bereich Schirgiswalde/Kirschau ein tiefes enges Tal geschnitten,in dem der Fels der Berge oft hervortritt.

Gehen wir nicht über Kleinkunitz sondern im Wald schräg links den Berg an, kommen wir nach ein paar Schritten zum Posteldenkmal. Johann Gottlob Postel hat am Drohmberg Lärchen anpflanzen lassen. Nach dem gelungenen Experiment erhielt er hier ein Denkmal.

Immer weiter ansteigend erreichen wir das Echo. Hier öffnet sich der Wald zu einer großen Wiese bis zum Fuße des Schmoritz.Hier gibt es nicht nur ein Echo sondern einen herrlichen Blick auf das Dorf Kleinkunitz im Vordergrund und die beiden prägenden Berge des Cunewalder Tales, den Chorneboh und den Bieleboh.

Der Gipfel des Drohmberges besteht aus einer Felsklippe aus Zweiglimmergranodiorit, der Teufelskanzel.


Mit einer gesetzten Mauer auf der offenen Seite ergibt sich eine ebene Fläche im Durchmesser von 10 Metern. Über die Herkunft der Mauer ist nichts berichtet. Es gibt eine mündliche Überlieferung, der Drohmberg habe im Mittelalter der Raubritterburg "Körse" als Beobachtungsposten gedient.
Der Weg zum Gipfel ist nicht ausgeschildert.